Ökobilanz: Mehrweg vs. Einweg

Ökobilanz: Mehrweg vs. Einweg

Unser Unverpacktglas kennt ihr vielleicht schon vom Joghurt im Kühlregal. Genau, das ist das gleiche Glas. Und zwar nicht irgendeins! Das Unverpacktglas ist ein Mehrweg-Pfandglas. Und weil wir es so lassen wie es ist – ohne individuelles Branding – kann es von verschiedenen Betrieben immer wieder verwendet werden, nicht nur von uns. Das ist das coole daran! So funktioniert das Pfandsystem wie eine lebendige Kreislaufwirtschaft, in der das Glas viele Male in Umlauf ist bevor es recycelt wird. 2019 haben wir als erstes damit angefangen, alle möglichen guten Bio Lebensmittel in dieses Glas zu füllen um damit zu zeigen, dass es auch anders geht und eine sinnvolle Alternative zu Plastikpackungen für alle anbieten zu können. 

Die in Deutschland jährlich verbrauchten Einweg-Plastikflaschen reichen aus, um aneinandergereiht die Erde 135 Mal zu umrunden. Es gibt reichlich viele Nachweise darüber, wie viele Ressourcen dadurch eingespart werden können Mehrweg statt Einwegpackungen zu nutzen. Speziell für unser Unverpacktglas gibt es bisher leider noch nicht so viele Informationen, da wir gerade erst anfangen dieses Glas effizient und flächendeckend zu nutzen. Fakt ist, je mehr Betriebe ein Pfandglas nutzen,  desto kürzer die Transportwege, desto öfter wird das Glas wieder befüllt – und umso besser die Klimabilanz!

Bei Mineralwasser in Mehrwegflaschen beispielsweise wird über den gesamten Lebenszyklus die Hälfte an CO2 im Vergleich zu Einweg-Plastikflaschen eingespart. Dabei geht es hier um viel mehr als CO2. Mikroplastik vergeht nicht, es breitet sich in der Atmosphäre, im Wasser und auf dem Land rasant aus und richtet unwiderruflichen Schaden auf unserer Erde an. Das Glas tut das nicht, selbst wenn es einmal in der Natur landen sollte. Auch die Herstellung von Plastik aus Erdöl und zahlreichen anderen chemischen Stoffen ist gegenüber Menschen und der Natur nicht länger zu verantworten. Kunststoffe allein könnten zwischen 10% und 13% des gesamten Kohlenstoffbudgets verbrauchen, das wir einhalten müssen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Die Herstellung von Glas ist weitaus freundlicher zur Umwelt. Denn es besteht hauptsächlich aus Sand, Kalk und Soda. Durchschnittlich werden bei der Glas Herstellung in Deutschland ungefähr 65% Altglas hinzugefügt um die Nutzung der Rohstoffe zu reduzieren.. Das mindert den Energie Einsatz bei der Schmelzung um ca 20% im Vergleich zur Herstellung nur durch Rohstoffe.

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