0

Keine Produkte im Warenkorb

DIE GANZE WAHRHEIT?

PAPPE IN DER LEBENSMITTELINDUSTRIE

Wie nachhaltig sind Pappe und Papier?

Einige Menschen sind der Meinung, Papier- und Pappverpackungen seien unbedenklich für die Umwelt oder zumindest nachhaltiger als Glas. Weil Pappe und Papier recycelt werden und Bäume nachwachsen.

Aber ist das wirklich so einfach?

Jeder fünfte Baum, der auf dieser Welt gefällt wird, landet in der Papierherstellung. Betrachtet man nur das industriell genutzte Holz, so landet sogar fast die Hälfte in Papierprodukten!

Das ist kein Wunder: Um die Grundbedürfnisse an Bildung, Kommunikation und Hygiene zu erfüllen, sind pro Mensch und Jahr eigentlich nur ungefähr 40kg Papier nötig. Doch in Ländern wie Deutschland sind über 200kg Papierkonsum schon lange Normalität geworden!

Und wo geht das alles hin? Wofür brauchen wir so viel Papier?

Verpackungen machen in Deutschland über 40% allen Papiers aus!

Online Versand mit Holzkartonage spielt hier natürliche eine wichtige Rolle. Aber das ist nicht alles! Im Lebensmittelhandel werden Produkte (natürlich in Einwegplastik) standardmäßig in Karton eingepackt um transportiert zu werden. Das sind alles Einwegkartons, die nach einmal Nutzung weggeschmissen werden! Jeden Tag.

In der EU ist Holz nach Rohöl von der Menge her das zweitwichtigste Importgut. Deutschland gehört zu den Nationen, die am meisten des wertvollen (Holz-)Zellstoffs importieren. Insgesamt 80% des Bedarf wird aus Wäldern anderer Länder importiert, hauptsächlich aus unnatürlicher Forstwirtschaft, die aus Nadelhölzern besteht.

Der Wald stirbt

Photo by Sven Kuder from Pexels

Jährlich werden rund 13 Millionen Hektar Wald zerstört – das ist etwa dreimal die Fläche der Schweiz. Vom dem Wald der heute noch existiert wird ca. 50% bewirtschaftet und nur noch ungefähr ein Drittel besteht aus Urwald.

Wälder sind komplexe Ökosysteme, die über sehr lange Zeit hinweg entstanden sind. Industrielle Forstwirtschaft ersetzte keinen Jahrhunderte alten Wald in seinem Wert für unser Klima und unsere Lebensqualität. Wälder stabilisieren das Erdklima, binden CO2 und setzen Sauerstoff frei, filtern Schadstoffe aus der Luft und regulieren den Wasserhaushalt. Zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten leben im Wald und verlieren zunehmend ihr Habitat.

Menschen gehören auch dazu! Weltweit leben über 300 Millionen Menschen in oder um Wald herum – ohne Besitzurkunde werden diese ganz einfach vertrieben, wenn beschlossen wird den Wald für die Industrie zu nutzen.

Und das ist noch lange nicht alles.

Einmal vom Holz abgesehen, was fällt im Hintergrund bei der Herstellung von Pappe noch so an? Holz legt durch den Import aus anderen Ländern immer mehrere hundert Kilometer Transportweg zurück bevor es in der Papierfabrik landet. Zur Herstellung einer Tonne Primärfaserpapier wird außerdem etwa so viel Energie benötigt wie zur Produktion einer Tonne Stahl!

Um genau zu sein benötigt eine Tonne Pappe in der Herstellung

  • 468 kg Erdöl
  • 1307 kg Braunkohle
  • 467 kg CO2
  • 11.200 Liter Wasser

Papier aus Recylingstoffen ist natürlich nahhaltiger, als das aus Primärfaser. Primärfaser kann aber nur bis zu 6 mal wieder verwertet werden. Ist das also eine Lösung?

Eher nicht. Trotz der Verwertung von Altpapier bei der Herstellung von Pappe und Papier verbraucht jeder Mensch in Deutschland täglich 750 Gramm „frisches“ Holz! Deutschland erreicht beim Papierverbrauch im Schnitt nur einen Altpapieranteil von etwas mehr als 50% – 80% wären möglich!

Wir finden, Bäume sind zu wichtig für unser Klima! Und wie wir gerade mit ihnen umgehen, ist absolut inakzeptabel und zerstörerisch. Deshalb machen wir es anders! Alles zu unseren Mehrwegkreisläufen, die wunderbar ohne Pappe und Papier auskommen, erfahrt ihr hier.

Weitere Blogbeiträge:

Top
X